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Bundeskabinett erleichtert Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen


Das gilt seit 01. Oktober 2016 gesetzlich


Seit der Novellierung der Abfallverzeichnisverordnung (AW) Anfang März 2016 sind die Vorgaben für die Entsorgung der Polystyrol-Dämmstoffe - bekannt unter dem Markennamen Styropor® und Styrodur® -, die das Flammschutzmittel HBCD enthalten, neu geregelt.


Dies betrifft seit 01. Oktober 2016 solche Kunststoffe, deren HBCD-Gehalt größer oder gleich dem HBCD-Grenzwert von 1.000mg/kg ist.


Das Bundeskabinett hat dem Bundesratsbeschluss für ein einjähriges Moratorium bei der Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmplatten zugestimmt.


Das Flammschutzmittel HBCD kann in Müllverbrennungsanlagen, die die üblichen Sicherheits- und Umweltanforderungen einhalten, komplett unschädlich gemacht werden. Der Beschluss sieht daher vor, dass gebrauchte Dämmstoffe aus Polystyrol, die das Flammschutzmittel enthalten, so wie gängiger Bauabfall in Übereinstimmung mit dem europäischen Recht als „nicht gefährlicher Abfall" eingestuft werden können.


Die Regelung, die nach Verkündung unmittelbar in Kraft tritt, gilt für ein Jahr - bis 31.12.2017.

Entsorgung von HBCD-haltigen Abfällen – Dämmstoffe aus Polystyrol


Ab sofort können keine HBCD-haltigen Abfälle mehr angenommen werden. Grund ist die ab dem 30.09.2016 geltende veränderte Verordnung zur Umsetzung der Abfallverzeichnisverordnung.

Das bedeutet, dass Dämmstoffe aus Polystyrol, in denen sich HBCD befindet, um die Entflammbarkeit zu hemmen, ab dem 30.09.2016 zu einem gefährlichen Abfall geworden sind.

HBCD (Hexabromcyclodecan ) ist ein Flammschutzmittel, das hauptsächlich in Dämmmaterialien aus Polystyrol eingesetzt wird.

Die neue abfallrechtliche Einstufung betrifft alle in den vergangenen Jahrzehnten verbauten Polystyrol-Dämmstoffe ( bekannt unter dem Markennamen Styropor® und Styrodur® ), die mit HBCD als Flammschutzmittel ausgerüstet sind.

Leider gibt es bis zum heutigen Tag keine Abfallentsorgungsanlage, die bereit ist den Abfall anzunehmen. Das heißt im Baustellenabfall und deren Abfallgemischen dürfen künftig keine HBCD-haltigen Dämmstoffe mehr enthalten
sein. Der Abfallerzeuger ist verpflichtet nachzuweisen, ob der Abfallstoff HBCD enthält.

Wir werden Sie informieren, sobald sich die Situation verändert.

Die Entsorgungskosten sind zur Zeit nicht kalkulierbar


Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir für Ihr Bauvorhaben z.Zt. nur eine Kostenschätzung abgeben können.

Grund dafür sind eine enorme Verknappung der Entsorgungsmöglichkeiten, insbesondere für gemischte Bau-und Abbruchabfälle, Holz, Dachpappe und HBCD-haltige Dämmstoffe (bekannt unter dem Markenname Styropor® und Styrodur®) sowie weitere gefährliche Abfälle.
 
Ursache dafür ist die Vollauslastung der deutschen Müllverbrennungsanlagen.

Für die Entsorgung von HBCD-haltigen Polystyrol gibt es im Moment keine Entsorgungsmöglichkeiten. Der Markt rechnet mit Entsorgungskosten von mindestens 200,00 bis 300,00 Euro pro Kubikmeter.

Die in der Entsorgungswirtschaft teilnehmenden Unternehmen teilten uns mit, dass es ab 2017 zu sehr massiven Preissteigerungen bei der Entsorgung, vor allem bei Holz und Dachpappe, kommen wird. Aktuell befinden sich die
Entsorgungsunternehmen in den Verhandlungen, genaue Preise können nicht genannt werden, da die Verhandlungsposition aufgrund der Marktlage nicht sonderlich gut ist.

Bei vielen Müllverbrennungsanlagen sind Annahmezeiten von vier bis acht Wochen nicht unüblich. Einige Anlagen haben darüber hinaus einen Annahmestopp verhängt.

Auch wir bedauern diese Entwicklung sehr, insbesondere, da diese Mangelverwaltung unsere Leistungsfähigkeit letztendlich einschränkt.

Wenn wir die Ergebnisse/Preise der Entsorgungsunternehmen
vorliegen haben, werden wir Sie sofort informieren.